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Mäeutik ArtikelBuch-Tipp: Apologie des Sokrates. Anmerkungen zur Apologie des Sokrates Gleich zu Beginn nennt Sokrates drei Prinzipien, die es bei allem Tun zu beachten gelte, und die er selbst in seiner Verteidigungsrede beachten werde: die Wahrheit, die Gerechtigkeit, das Ziehmliche: die drei Sokratischen Siebe. Für Pädagogen sehr beachlich auch der Schlußaufruf an seine Richter bzgl. der... Die Mäeutik (auch: Maieutik; griech. Hebammenkunst) ist eine von Sokrates entwickelte Dialogtechnik. Sie wird auch Sokratische Ironie oder Sokratisches Gespräch genannt.
Die Mäeutik verfährt in zwei Schritten:
- In der Elenktik (griech. "Kunst der Überführung") kann der Gesprächspartner durch gründliches Befragen seines geäußerten Standpunktes bzw. Wissens seines eigenen Nichtwissens überführt werden.
- In der Protreptik (griech. "Kunst der Hinwendung") kann der Gesprächspartner durch weiteres Fragen zur richtigen Erkenntnis geführt werden, die nach Sokrates grundsätzlich schon in jedem Menschen verborgen liegt und so mit Hilfe des Befragten ans Licht gebracht ("entbunden") wird.
Absicht der Maieutik ist das "eu zoein", das richtige Leben. Sokrates versucht, den Zuhörer zur Erkenntnis zu bringen.
Sokrates hat den größeren Redeanteil, da er seine Fragen auf eine Ja/Nein Antwort laufen lässt. Ironie: Sokrates gibt vor, der Unwissende, derjenige der Fragen stellt, zu sein, tatsächlich liegt in seinen Fragen die Antwort schon verborgen.
Siehe auch: Erotematik==Literatur==
Detlef Horster: Das Sokratische Gespräch in Theorie und Praxis. 138 S., Opladen 1994, ISBN 3-8100-1152-5
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